#5 Über den Anschlag von Würzburg, Suhler Waffen, das Auestadion und die Frauenunion#5

6. Juli 2021

Ein Staat, der seine Bürger nicht mehr schützen kann oder nicht schützen will, stellt seine eigene Legitimität in Frage. Der wichtigste Grund dafür, dass sich Menschen freiwillig in einem Staat organisieren und einer Regierung unterwerfen, liegt darin, dass der Staat ihnen ein Leben in Freiheit durch Sicherheit gewähren soll. Das hatte ich im zweiten Semester Jura gelernt, und daran musste ich denken, als ich von dem Anschlag eines somalischen Asylbewerbers in Würzburg erfuhr und wahrnahm, dass Politiker und Journalisten in ihren Reaktionen den Eindruck erweckten, dass man dies hinnehmen müsse. Der Staat hat die Pflicht, dafür zu sorgen, dass solche Anschläge eben möglichst nicht stattfinden. Wir dürfen uns daran nicht gewöhnen und nicht damit abfinden, und die Politiker nicht mit Beschwichtigungen davon kommen lassen. Genauso wenig dürfen wir uns damit abfinden, wenn SPD und Grüne versuchen, die Straftaten von Asylbewerbern in Suhl zu verniedlichen. Deshalb hatte ich auch die Petition von Oberbürgermeister Knapp zur Schließung der EAE unterzeichnet, gemeinsam mit inzwischen weit über 1.780 Unterzeichnern.

Suhl kann stolz auf seine kulturelle Vielfalt sein. Es gibt vermutlich keine vergleichbar große Stadt mit so vielen unterschiedlichen Museen, Sportvereinen, einem CCS, Wintersporteinrichtungen und einem lebendigen Kulturleben. Am Montag Besuch des Suhler Waffenmuseums. Eine herausragende Sammlung und eine hervorragende Präsentation. Sehr sehenswert sind auch die Exponate über die Fortentwicklung der Kalaschnikow zur Wieger. Suhl kann stolz sein auf seine Tradition als Stadt der Waffenkunst, auf die herausragenden Erfindungen, die aus der Stadt kamen und auf das Büchsenmacherhandwerk. Suhl sollte damit durchaus stärker werben und es auch durch die UNESCO als immaterielles Kulturebene würdigen lassen, wie es bei den Ferlacher Büchsenmachern oder den Lauschaer Christbaumkugeln geschehen ist.

Als ich mich mit den Vorsitzenden des SV 06 Suhl im Auestadion traf war ich vom Zustand des Stadions enttäuscht. Sportvereine sind sehr wichtig für das gesellschaftliche Leben und die Integration von Menschen. Hier müsste mehr Geld in die Hand genommen werden, um die Anlagen wiederherzustellen, damit das Stadion vernünftige Sitzplätze und zeitgemäße Kabinen erhält und für die Sportler bestmögliche Trainings- und Wettkampfbedingungen. Wie bei der Innenstadtinitiative, mit deren Hilfe das Portalgebäude für Stadtarchiv und Museumsmagazin umgebaut wurde, sollte auch der Ausbau dieser Sporteinrichtungen gefördert werden.

Am Mittwoch Gespräch mit der Suhler Frauenunion über Frauen und Beruf, die Zeit nach 1990 und die Rolle der Frau in der DDR. Aber auch hier war das Thema Schul- und Berufsausbildung ein zentrales Thema wie auch bei den Gesprächen mit Unternehmern. Warum gelingt es nicht, die Jugend besser auszubilden und dazu hinzuleiten, Berufe zu erlernen, die wir für unsere Volkswirtschaft brauchen? Wir brauchen ein Umdenken in der Bildungspolitik!

Am Donnerstag Besuch der Firma Präzisionswerkzeuge Schmidt in Zella-Mehlis. Diese Firma ist gemeinsam mit den vielen vergleichbaren Mittelständlern der Region das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft. Die Firma begann vor 30 Jahren in einer Garage. Herzlichen Glückwunsch zum 30jährigen Firmenjubiläum.

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