Warum Rekordeinnahmen neue Schulden und staatlicher Aufgabenverzicht zusammengehören
Aufsatz VON DR. HANS-GEORG MAASSEN
Der deutsche Staat nimmt so viel Geld ein wie nie zuvor. Trotzdem fehlen Mittel für Brücken und Schulen, die Sozialversicherungen verlangen höhere Beiträge bei sinkenden Leistungen, und selbst historische Einnahmerekorde reichen nicht aus, um die Ausgaben zu decken. Dieser Widerspruch ist längst kein vorübergehendes Haushaltsproblem mehr. Er verweist auf eine grundlegende Verschiebung staatlicher Prioritäten. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, warum der Staat immer mehr Geld braucht. Sie lautet: Wem dient der Staat noch — und
wohin fließt das Geld seiner Bürger?
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